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Warum man als Startup manchmal in die Hauptstadt muss

Eines der größten Erkenntnisse über die Welt ist jene des Vitamin B. Kontakte sind alles und ohne Kontakte kommt man nicht voran.

Uns ist das sehr oft gesagt worden und nahezu alle Unternehmer berichten ähnliches. Trotzdem haben wir uns unsere Motivation nicht nehmen lassen und knapp 100 Firmen persönlich angerufen. Die Moral von der Geschicht: Kaltaquise funktioniert so nicht!

Pro Veranstaltung ein guter Kontakt

Wirtschaftstag der Innovationen 2017

Diese Woche ging es für uns nach Berlin, genauer gesagt ins Berlin Congress Center. Hier fand der Wirtschaftstag der Innovationen 2017 statt.

Namenhafte Vertreter großer Unternehmen diskutierten über Themen wie Digitale Transformation, Ausbau der digitalen Infrastruktur und einem angemessenen Ökosystem für Startups in Deutschland.

Dr. Severin Löffler von Microsoft

Der Frauen- und Ausländeranteil lag geschätzt bei 1%. Dies schien nicht zu stören, denn das Thema Diversität und vor allem auch dessen positive Auswirkungen auf Innovationsprozesse wurde nirgends erwähnt.
Als Victoria Espinel am Ende ihrer Rede den Vorschlag machte, Programmiersprache als Pflichtfach einzuführen, weil sie die Überzeugung teile, dass gerade auch weibliche Coderinnen viele Dinge kreativer gestalten würden, wurde herzlichst gelacht.

Die junge Generation wirkte -wer hätte das gedacht- anders. Dementsprechend fand unter den wenigen Vertretern der Gen Y ein reger, ungezwungener Austausch statt und das war sehr schön.

Victoria Espinel

Abgesehen vom Geschäft lohnt sich der Weg nach Berlin jedes Mal für uns, und die Direktflüge Stuttgart Berlin sind angenehmer, schneller, günstiger und pünktlicher als die Bahn und dank Online-Checkin braucht man lediglich den QR-Code auf dem Smartphone.

Noch cooler als Berlin sind nur die Berliner

Im Café Spreegold trafen wir Steffi Feder, die mittlerweile in der Hauptstadt lebt und mit ihrer HR-Plattform projectroom den klassischen Lebenslauf abschafft und Bewerber rein nach Talenten und Fähigkeiten in die nähere Auswahl des Recruiters bringt.
Mal ganz außer Acht gelassen, dass der klassische Lebenslauf sowieso schon lange veraltet ist, finden wir es doch gerade in diesen Zeiten besonders wichtig, Menschen unabhängig nach ihrem Können und Wollen und nicht nach Aussehen, Herkunft, Religion oder anderen Eigenschaften zu bewerten, welche wenig über die letztendliche Leistung aussagen.

Ebenso gefreut hat uns das Kennenlernen von Dr. Julia Köhn, die nach 5 Jahren in der Unternehmensberatung mit Pielers Lebensmittel direkt vom Erzeuger nach Hause liefert. Wir hoffen auf baldige deutschlandweite Expansion, damit auch wir im Süden davon profitieren können. Die Lebensmittel kommen nicht nur frisch und gesund direkt nach Hause, die Bauern erhalten auch einen fairen Preis.

Sehr dankbar sind wir unserem Freund Cenk Toprak, der die Woche ein wundervoller Gastgeber war. Mit seiner Ideenschmiede locoti GmbH entwickelt der gebürtige Berliner modulare und nachhaltige Laptops, vertreibt Steinpapier oder bietet Startups aus dem Essensbereich mit der FoodStar Alliance eine Plattform für Austausch und Netzwerk.

Wir haben uns mit lecker Kässpätzle bedankt. Die waren so lecker, dass man sie erwähnen muss.