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„Nutzungsintensität deutlich gestiegen“: Second Screen Verhalten in Deutschland und der Welt

Immer mehr Menschen in Deutschland sehen nicht mehr einfach nur fern: Die Nutzung eines sogenannten „Second Screens“ steigt weiter und ist „zur Normalität geworden“.

Während die ARD/ZDF Onlinestudie von 2014 die bereits damals stark vertretene Second Screen Nutzung als unerwartete Entwicklung feierte, zeigt sich knapp drei Jahre später ein ganz anderes Bild.

„Die Parallelnutzung von TV und Internet bzw. anderen Endgeräten gehört zur Normalität im Medienalltag, sie ist nicht wegzudiskutieren“ heißt es in der dritten Studie der Online-Marketing Agentur Initiative, welche 1.076 TV- und Internetnutzer im Alter von 14 bis 59 Jahren zu ihrem Fernsehverhalten befragt hat.

Während aus der Studie von 2015 hervor ging, dass Laptops durch Smartphones ersetzt wurden, lassen sich in der 2016er Studie die Second Screen Nutzer bereits typologisieren.

Die Daten der My Screens Studie der Agentur Initiative hat die App Agentur Flyacts ordentlich visualisiert. Die typischen Second Screen Nutzer lassen sich demnach in 4 Typen einteilen:

Sendungsbezogene Inhalte recherchieren und Online einkaufen

Besonders interessant: Laut der Initiative-Studie werden parallel zum Fernsehen am häufigsten Informationen mit konkretem Bezug zu den Inhalten recherchiert, welche die Zuschauer gerade im TV sehen (70 Prozent). 68 Prozent der Zuschauer kaufen online ein. Selten wird nach Produkten aus der TV-Werbung gesucht.
Umso öfter dafür nach gesehenen Produkten aus den Sendungsformaten.

Adzine paraphrasiert, dass die meisten Zuschauer während der Werbepause zum Second Screen greifen. Hierfür gibt es bereits Anwendungen wie die TVdirekt App. Bei der virtuellen Programmzeitschrift lässt sich ein Timer einstellen. So hört der Nutzer es direkt klingeln, wenn seine Lieblingssendung aus der Werbepause zurück ist.

Second Screen in amerikanischen Kinos

Im Amerika wird bereits wesentlich mehr mit dem Second Screen experimentiert als bei uns in Deutschland.
Zu Disneys "Arielle, die Meerjungfrau" konnten Zuschauer ihren Tablet-Computer mitbringen und "parallel zum Leinwand-Geschehen Minispiele spielen, versteckte Informationen aufrufen oder Filmlieder mitsingen und gegen das Publikum antreten", so maclife.de

Miteinander kommunizierende Geräte in Südkorea

Mit der Möglichkeit der Verknüpfung mehrerer Bildschirme ergeben sich eine Vielzahl an Optionen, deren Potenzial vermutlich noch nicht einmal ansatzweise ausgeschöpft wurde.

So zum Bespiel dieses super spannende Video der Konkurrenz aus Südkorea mit sehr interessanter Technologie:

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Nicht relevant, aber lustig: In der ARD/ZDF Online Studie von 2016 stellen die Macher fest, dass sich dieses Internet tatsächlich durchsetzt. Sogar bei der Generation 40+. Wer hätte das gedacht.