FlickStuff auf der Apps World Berlin TAG 2

Spannend ging es auch am zweiten Tag der Apps World weiter. Gefreut haben wir uns auf den Talk von Richard Harless, Country Manager Germany der Musikerkennungssoftware Shazam. Sein sehr videolastiger Vortrag erweiterte unseren Überblick über die derzeitige Entwicklung von automatischer Audio- & Videoerkennung auf dem internationalen Markt.
Die Tatsache, dass Richard eine enorme Ähnlichkeit mit Robbie Williams aufweist, lies zumindest den weiblichen Teil der Zuhörerschaft aufmerksam zuhören.

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Shazam bestimmt mit 120 Millionen aktiven monatlichen Nutzern weltweit 7% des digitalen Musikmarktes. Nach einem kurzem Abriss über das momentane Handeln der Firma plauderte der Robbie-Double ein wenig über die Faktoren, welche den Erfolg von Shazam ausmachen.
Richard empfahl, die Nutzer mit sogenannten Call-to-actions (ih, Anglizismus! Auf deutsch: Handlungsaufforderung) zur Teilnahme am regelmäßigen Newsletter aufzufordern

Extrem belustigt war das Publikum von einem in Kooperation mit Shazam entwickelten Werbespots für das österreichische Parship.at, den wir unseren Lesern und hoffentlich bald Nutzern auf keinen Fall vorenthalten wollen!

"Download the app now"

Ebenfalls wissenswert war der Vortrag des Musikstreamingdienstes Deezer, welcher zu 94% via Mobile (also auf dem Smartphone oder dem Tablet) genutzt wird. Das ist -besonders bei dieser Art von Streamingdienst- eher unüblich. Bei der Frage nach effizientem App Store Marketing verwies asfasdfasdfasdf ebenfalls auf die Wirkungsweise der Call-to-actions: If the commercial's good, „download the app now“ works best.

„people are scared of always sharing everything“

Spätestens seit dem NSA Skandal achten mehr und mehr Leute darauf, was sie wie im Internet teilen. Der Trend, sein komplettes Leben online zu teilen, geht immer weiter zurück. Aus diesem Grund können auch die Deezer-Nutzer die Sharing-Option der App zu personalisieren. Diese Vorgehensweise empfahl er vor allem jungen Startups, denen bereits wenige Deinstallation schmerzen.

Zukunfstrends auf Pinterest

Die Zeiten sind vorbei, in denen frustrierte Hausfrauen Pinterest zum Teilen schöner Bilder nutzten. Mit 100 Millionen monatlichen Nutzern ist Pinterest DIE App, um Brands mit potentiellen Kunden in Verbindung zu bringen. Jan Honsel, ccccc, erklärte das Prinzip der Plattform:
Die nunmehr 50 Milliarden „Pins“ werden sortiert und in einen Kontext gesetzt. Die daraus gewonnen Daten werden gezielt für Marketingzwecke eingesetzt. Dies funktioniert offensichtlich, besonders seit „the whole app has been speeding up“ (engl. Korrekt?)

Was wir noch nicht wussten: Pinterest ist nicht einfach nur Bilder teilen. Die (zumeist weiblichen) User benutzen Pinterest hauptsächlich zu Inspiriration. Diese steht einer eigentlichen Handlung zuvor: Richte ich meine Wohnung neu ein, schaue ich zuerst auf Pinterest. Brauche ich ein neues Outfit, schaue ich zuerst auf Pinterest. Möchte ich meine fabelhafte Prinzessinnenhochzeit mit rosa Einhörnern planen, schaue ich zuerst auf Pinterest.

Saatchi mobile über die Generation Y (oh, das sind ja wir!)

Sehr angetan waren wir von Libby Robinson, EMEA Managing Director bei der internationalen Agentur M&C Saatchi Mobile. Sie philosophierte über die Generation Y, jene Menschen, welche zwischen 1985 und 2000 geboren worden sind. Wir haben also praktisch einen Vortrag über uns selber gehört, das war auch mal nicht schlecht!

Generation Y: Experience as the new status symbol, Knowledge as social currency

Laut Libby gehören wir zu der Generation, die alles in Frage stellt. Deshalb auch „Generation Why“. Unsere neue „social currency“ heißt Knowledge: Es geht nicht mehr darum, was wir besitzen, sondern darum, was für Erfahrungen wir gemacht haben (diese werden dann aber auf den sozialen Netzwerken genauso rumgeprollt wie die früheren Statussymbole Auto, Haus oder Uhr)

Wir Millenials stellen 34% der Weltbevölkerung und machen 1/3 der Online Population aus. Schwierig wird es für Werbetreibende, weil wir laut Libby einen „Filter for bullshit“ entwickelt haben, ad-blocker waren da nur der Anfang. Um uns mit einer Werbung, einer App oder was auch immer zu erreichen, muss dieses drei essentielle Kriterien erfüllen: Relevancy, authenticity, value.
Der Inhalt muss relevant sein wie Spotify (Musik ist lebenswichtig), authentisch wie Nike+ (die App findet wahnsinnigen Anklang, weil die Marke Nike bereits mit Authentizität aufgeladen ist) & ganz wichtig: Wir Millenials möchten einen Wert sehen in dem, was uns angeboten wird. Mit gutem Beispiel voran geht hier der disruptive Taxi-Ersatz Uber: Der Wert besteht darin, einfach und günstig von A nach B zu kommen, ohne ein eigenes Auto besitzen zu müssen oder auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen zu sein.

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Die Kampagnen, die uns Millenials erreichen sollen, müssen „short and insightful“ sein. Libby verwies hier auf die Nutzung von Facebook, „a trillion dollar industry“.

Um es in den Worten des Moderators zu sagen: To close it up now, thank you for all the great talks! We really enjoyed that day!